Zum zweiten Mal luden am Freitag die Musikerinitiative Star eV. und die Wirtevereinigung in
Stadtlohn zum gruseln bei Live-Musik ein. Halloween-Rock Nacht in den Kneipen hieß es und für
jeden war etwas dabei. Während es draußen regnete drängten sich zahlreiche Stadtlohner und
Nichtstadtlohner in die überfüllten Kneipen um ihre Musik zu hören. Zum Tanzen blieb dabei
meistens kein Platz mehr.


Im Forum spielten Summersalt, eine junge Band aus Stadtlohn, Vreden und Oeding. Neben den
obligatorischen Cover-Hits aus der Brit-Pop Ecke standen natürlich auch wieder eigene Stücke
wie "The world is still spinning 'round us" auf der Set-List. Hier kam vor allen Dingen das
junge Publikum auf seine Kosten.
Gemächlich ging es dagegen in der "Krone" zu, "Just for Fun" sangen gitarrenbegleitet Songs
die auch am Lagerfeuer gut ankommen. "Mr Tambourine Man" und "Love me tender" eingeschlossen.
Auch "The fine Difference" sind nicht neu in Stadtlohn, ihre Bühne stand in diesem Jahr wieder
im Uferlos. Dass die Band ein Publikumsmagnet ist wurde dem geneigten Zuhörer schon an der
Eingangstüre klar - "nichts geht mehr" galt am Freitag auch dort. Rock-Songs auf der ruhigeren
Schiene gehören bei den "etwas anderen" unbedingt ins Repertoire.
Wieder Rocksongs - aber lauter und im Gros dreckiger, im überhaupt nicht negativen Sinne, wurden
im Kettlerhaus zum Besten gegeben. Undercover schleuderte gitarrenlastig Songs wie "Cocaine"
und "Are you gona go my way", letzteres von Lenny Kravitz ins später auch tanzfreudige Publikum. Erfrischend, aber laut.Nicht so recht voll werden wollte es trotz einer hervorragenden Band im Gasthaus Schlüter wo sich Moonlight die Ehre gaben. Musikalische Chamäleons, dieser Ausdruck könnte auf die Dreier-Combo passen. Gerade noch spielen sie "Viva Colonia", gesungen im tiefsten Höhner-Kölsch und nur einen Song weiter haucht es "Would you dance
if I asked you to dance??" durch die Anlage - Enrique Eglesias lässt grüßen. Für ruhigere Gemüter mit einem Hang zum melancholischen und zu wunderschönen Melodien bot das Schäfers die richtige Musik "Samaillequon" nennen sich die zwei Musiker. Gesang und E-Gitarre, das ist alles, und weniger ist diesem Fall wirklich mehr. Dezenter Frauengesang, mit Durchsetzungskraft aber doch ganz weich gepaart mit sauberer, ebenfalls unaufdringlicher Gitarrenarbeit zauberten herrliche, zum Teil eigene, Songs.
In der Kneipe "In Pütt" waren bekannte Gesichter zu sehen. Soul Synergy aus Enschede bestachen
zum dritten Mal in Stadtlohn. "Good Things", "Don't stop", "I shot the Sheriff" als Funk und
Soul-Versionen überzeugten jeden und musikalisch sind die fünf Musiker eh' ganz groß.
Eine gelungene Veranstaltung die letztendlich gar nicht so gruselig war wie es der Anlass hätte
vermuten lassen.
